Open Space Murau - Hotel - Lounge - Cafe - Bar - Gasthof
Kompromisslose Formensprache
Wie ein weit geöffnetes Maul streckt sich das Open Space Café der Mur entgegen. Es scheint dem Wasser regelrecht entgegenzuschweben. Immerhin erhebt sich der Café-Bar-Zubau eines traditionsreichen Murauer Gastbetriebes mit Gebäudeteilen aus dem 13. Jahrhundert zehn Meter über der Murpromenade und ragt zwölf Meter hinaus.
Das Architekturbüro Steinbacher Thierrichter wählte für die Lösung dieser komplexen baulichen Aufgabenstellung eine kompromisslose Formensprache. Zum Einsatz kommt eine neue Hybridtechnologie, die sich durch die Verbindung zwischen dem regional sehr bedeutenden Werkstoff Holz mit Stahl auszeichnet. Durch das Zusammenspiel dieser beiden Materialien gelingt es auf ein altes in die Murauer Stadtmauer integriertes Gebäude den Baukörper der neuen Bar über 12 Meter frei Richtung Mur schweben zu lassen.
Die Open Space Cafe-Bar besteht aus einem in mehrere differenzierte Bereiche gegliederten Raum, von dem aus sich die landschaftliche und bauliche Umgebung durch genau abgestimmte Fensteröffnungen visuell erleben lässt. Das größte und auch spektakulärste Fenster ist ein mächtiges 7 Meter breites Portal, das zur Gänze unter dem scheinbar fliegenden Baukörper versenkt werden kann. Der Bau der Open Space Cafe-Bar stellt durch seinen markanten Eingriff in die Altstadtfassade und der neu geschaffenen Verbindung zwischen Hauptplatz und Murpromenade eine bedeutende Belebung der Murauer Altstadt dar. Bauherrenschaft: Brigitte Moser und Thaddäus Egghardt Architektur: Steinbacher Thierrichter ZT GmbH

2007 wurde das Open Space mit dem Geramb Preis, einer Auszeichnung für gutes Bauen, ausgezeichnet. Das GERAMB DANKZEICHEN FÜR GUTES BAUEN ist eine Auszeichnung für gutes Bauen, die erstmals im Erzherzog-Johann-Jahr 1959 zum Tragen kam. Man hat sie im Gedenken an Univ.-Prof. Dr. Viktor Geramb benannt, der durch Jahrzehnte verdienstvoller Präsident des Vereines „Heimatschutz in der Steiermark“ war. 1981, dem Jahr der Ortsbildpflege und -gestaltung in der Steiermark (Internationales Städteforum Graz), wurde die „Geramb-Rose“ erstmals wieder verliehen. Seit 2002 trägt der Verein den Titel „Baukultur Steiermark“.
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